Geschichte

Der Gedanke, eine Knabenmusik zu gründen und damit die Probleme mit dem fehlenden Nachwuchs aus der Welt zu räumen, beschäftigte besorgte Mitglieder des Musikvereins Eintracht schon in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Erste Versuche mit kleinen Gruppen brachten jedoch keine Erfolge und bis zur endgültigen Gründung einer Knabenmusik in Wallisellen sollten noch einige Jahre verstreichen. Im Laufe des Jahres 1931 wurde dann vollzogen, was gar manches Jahr durch die Köpfe verschiedener "Einträchtler" gegangen war.

Am 9.September 1931 fanden sich 33 Knaben im Löwen-Saal zur Anmeldung und Aufnahmeprüfung ein. Genau eine Woche später begann der zweimonatige Theorieunterricht, erteilt durch Rino Wenger, Musikdirektor des MV Eintracht. Am 3.Oktober 1931 fand im Gasthof zum Löwen die Mitgliederversammlung statt. Die Instrumentierung am 4.November, teils mit revidierten Instrumenten der Eintracht, teils mit Privatinstrumenten, wurde zu einem ersten grossen Freudentag. Die Instrumentierung der Blechbläser übernahm der Dirigent der Eintracht und der neu gegründeten Knabenmusik, Rino Wenger, die Gruppe der Holzbläser wurde von Hans Blaser unterrichtet. Um die entstandenen Kosten decken zu können, mussten Monatsbeiträge in der Höhe von Fr.2.50 erhoben werden.
Nun wurde tüchtig gearbeitet und Tonleitern geübt unter den Fittichen des Eintracht-Vorstandes: August Keller, Präsident; Emil Ehrler, Vizepräsident; Arthur Müller, Aktuar; Karl Rathgeb, Kassier; Albert Meier, Materialverwalter.

Am 13.März 1932 trat das junge Musikkorps erstmals an die Öffentlichkeit, anlässlich der Uniformenweihung des Stammvereines Eintracht. Das erste Stück, Beethovens Choral "Hymne an die Nacht", gelang vorzüglich und es musste gleich zweimal vorgetragen werden. Das gab Ansporn und Mut zur Teilnahme am 10.Musiktag des Zürcher Unterlandes in Wallisellen, der zwei Monate später stattfand. Ende Juli 1932 wurde eine neue Kommission unter dem Präsidium von Emil Schafheitle bestellt. Als weitere Vorstandsmitglieder wurden Hans Blaser, Hans Winkler, Albert Meier und August Keller gewählt. Diese Personen hatten von diesem Zeitpunkt an einen selbständigen Haushalt der Knabenmusik Wallisellen zu führen. Gepflegt wurde auch der Kontakt zu den Eltern; so marschierte die Knabenmusik unter klingendem Spiel mit Vorstand und Angehörigen im selben Jahr auf den Dübelstein und nach wohlschmeckendem Zvieri wieder zurück nach Wallisellen.